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19.07.2018

Niederlage in Winthi

FC Vaduz geht in Winterthur unter

Pleite Der FC Vaduz war beim Auftritt in Winterthur sehr anfällig. Das erste Tor von Calla (17.) reichte und der FCV wankte wie ein angeschlagener Boxer. Alves (28.) und Radice (78.) erhöhten das Skore zum 3:0(2:0)-Endstand.

Ernst Hasler, Winterthur

Dass der FCV im Abstiegskampf steckt, ist schon seit dem Rückrundenstart klar. Doch der gestrige Auftritt in Winterthur kam einer Bankrotterklärung gleich. Das Team konnte sich nach dem Rückstand nicht mehr erholen, das Nervenkostüm bei den FCV-Akteuren scheint derzeit sehr dünn zu sein.

Loose-Elf geht nach Konter in Front und legt nach

Nach einem FCV-Freistoss, den Gajic nahe ans Tor gezogen hatte, klärte Torhüter Spiegel mit der Faust. Der folgende Konter lief über Seferi, der bediente Calla, der drang in den Strafraum ein und dessen Schrägschuss fand via Pfosten im langen Eck Unterschlupf (1:0). Ein Tor aus dem Nichts heraus. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte sich nur eine nennenswerte Szene abgespielt. Prokopic lief nach knapp 30 Sekunden solo Richtung Tor, liess sich aber von Hajrovic auf relativ einfache Art und Weise den Ball abknöpfen. Nach dem Rückstand tat sich der FCV vorerst schwer, wieder den Tritt zu finden: Rasche Ballverluste sind die Konsequenz. Und als Wieser einen Flankenball nur bis knapp ausserhalb des Strafraumes klärte, hämmerte Alves den Ball aus 20 Metern mit vollem Risiko ins linke, obere Lattenkreuz (2:0). Der FCV konnte auf diesen Nackenschlag nicht reagieren, liess jegliche Ideen im Spiel nach vorne vermissen und wirkte bis zum Pausentee absolut harmlos. Obwohl der FCV hoch störte, konnte er keinen Druck erzeugen oder den FC Winterthur in Schieflage bringen. Die Gastgeber wirkten entschlossener und wesentlich zielstrebiger. Schliesslich liess Radice eine weitere Chance aus und hob den Ball aus zwölf Metern knapp neben das Tor (45.). Der FCV scheint derzeit sehr anfällig zu sein, kann auf Tore praktisch nicht reagieren; sein Nervenkostüm scheint nicht genügend stabil zu sein.

Winterthur vergab sogar einen Foulpenalty

Obwohl FCV-Trainer Mario Frick zur Halbzeit zwei frische Kräfte einwechselte, fehlte weiterhin die Entschlossenheit und der Wille, das Spiel in die Hand nehmen zu wollen. Wieser übernahm den Part für Gajic, den Frick vom Platz nahm. Wieser bemühte sich, tat sich aber auch schwer, Akzente zu setzen, weil ihm wie auch etlichen FCV-Profis die Spritzigkeit fehlte.

Bis auf zwei harmlose Abschlüsse - ein Babic-Schuss (47.) und Sutter-Kopfball (56.) - kam nur noch Muntwiler zu einem gefährlichen Abschluss, doch sein Schuss wurde geblockt (69.). Stattdessen lebten die Winterthurer Effizienz vor: Radice wurde in die Tiefe lanciert und überhob Torhüter Hirzel an der Strafraumgrenze (3:0). Zuvor hatte Hirzel daneben gegriffen, doch Schättin köpfelte vorbei (55.).Radice (63.), Seferi (67.) verfehlten das Tor und Calla jagte seinen Knaller knapp über die Querlatte (75.). Schliesslich verschuldete Sülüngöz einen Foulpenalty an Hajrovic, doch Sliskovic jagte den Strafstoss übers Tor (91.).

Die FCV-Niederlage zeichnete sich rasch ab. Nur in der Startviertelstunde gefiel der FCV. Danach zerfiel er in seine Einzelteile, lieferte keine Lösungen, um den Gegner in Bedrängnis zu bringen. Einige Skeptiker verkündeten auf der Hauptribüne erste Negativgedanken: «Der FCV spielte wie ein Absteiger.» Doch zu diesem Zeitpunkt der Meisterschaft sind solche Schreckgespenste wohl zu früh.

FC Winterthur - FC Vaduz 3:0 (2:0)

Telegramm:
Schützenwiese, Winterthur. 2700 Zuschauer. Schiedsrichter Luca Piccolo (Sz), assistiert von Benjamin Zürcher und Mirco Bürgi (Sz). FC Winterthur: Spiegel; Isik, Lekaj, Hajrovic, Schättin (ab 86. Wild); Arnold, Doumbia (ab 74. Abedini); Calla, Alves (ab 84. Saliji), Radice (ab 84. Sliskovic); Seferi. FC Vaduz: Hirzel; Sülüngöz, Wieser (ab 70. Sele), Göppel; Von Niederhäusern, Gajic (ab 46. Puljic), Antoniazzi; Muntwiler, Prokopic (ab 60. Dossou); Tadic (ab 46. Babic), Sutter. Tore: 1:0 17. Davide Calla; 2:0 28. Roberto Alves; 3:0 78. Luca Radice. Bemerkungen: Winterthur ohne Gazzetta (gesperrt), Roth (verletzt), Schmid (rekonvaleszent), Rüegg, Patrick Sutter, Hamdiu, Cavar und Mulaj (nicht im Aufgebot); Vaduz ohne Büchel, Bühler, Coulibaly, Lüchinger, Mikus, Drazan (verletzt), Brunner (nicht im Aufgebot), Popescu und Saglam (II. Mannschaft). Nach Puljic-Einwechslung stiess Wieser auf die Sechserposition vor. Sliskovic jagt Foulpenalty übers Tor (91.). Verwarnungen für Hajrovic (16. - Foul), Prokopic (23. - Faustschlag), Muntwiler (32. - Foul), Radice (57. - Foul), Isik (69. Foul) und Calla (86. - Foul). Ecken: 5:1 (3:0).


Niederlage in Winthi